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Nukleotide – die Mini-Akkus deiner Zellen: Was sie leisten, wann dein Bedarf steigt & warum sie so wichtig sind

Heutzutage stehen unsere Zellen immer öfter unter Strom: Stress, Schlafmangel und intensive Belastung. In diesem Artikel erfährst du, was Nukleotide leisten, warum dein Bedarf in stressigen Zeiten steigt und worauf du achten solltest.

Inhaltsverzeichnis

Moderner Lebensstil = Zell-Stress

Stell dir vor, dein Körper ist eine Baustelle, die rund um die Uhr in Betrieb ist. Jeden Tag werden Milliarden Zellen erneuert oder repariert – ein Prozess, der Basisbausteine und Energie erfordert. Wenn du ständig unter Strom stehst – sei es durch beruflichen Stress, intensives Training oder zu wenig Schlaf – steigt der Zellumsatz: Deine Zellen teilen sich schneller, verbrauchen mehr Energie und müssen häufiger ersetzt werden. Moderne Lebensrealitäten wie eine unausgewogene Ernährung (z.B. vegan oder stark verarbeitet), Dauerstress und zunehmendes Alter können dazu führen, dass dein Körper Mühe hat, Schritt zu halten. Die Folge: Du fühlst dich erschöpft, deine Regeneration verlangsamt sich und dein Immunsystem läuft nicht mehr auf vollen Touren.

Warum gerade Nukleotide dabei so wichtig sind? Sie sind an all diesen grundlegenden Prozessen beteiligt. Man kann sie sich als „Mini-Akkus“ der Zellen vorstellen, die Energie bereitstellen, und zugleich als „Baupläne“, aus denen neue Zellen entstehen. Schauen wir uns das genauer an.

Welche vier Nukleotide gibt es?

Oft ist von den „vier Nukleotiden“ die Rede – gemeint sind damit die vier Basen, die in unserer DNA vorkommen:

  • Adenin (A),
  • Guanin (G),
  • Cytosin (C)
  • Thymin (T)

Diese vier organischen Basen bilden die „Buchstaben“ des genetischen Codes. In der RNA, der kurzlebigen Kopie der DNA, kommt statt Thymin die Base Uracil (U) vor. Jede Base gekoppelt mit Zucker und Phosphat ergibt ein Nukleotid. Setzen sich viele Nukleotide zu einer langen Kette zusammen, spricht man von einem Polynukleotid – so entstehen die gigantischen DNA- und RNA-Stränge im Zellkern.

Nukleotide – Bausteine & Mini-Akkus der Zellen

Nukleotide sind kleine molekulare Allrounder, die in jeder Zelle vorkommen. Chemisch bestehen sie aus drei Bestandteilen, die zusammen das Nukleotid-Molekül bilden:

  • einem Zuckermolekül (Pentose, z.B. Ribose in der Ribonukleinsäure/RNA oder Desoxyribose in der Desoxyribonukleinsäure/DNA),
  • einer Phosphorsäure oder mehreren Phosphatgruppen (Phosphatrest)
  • einer Nukleinbase (auch Nukleobase genannt).

Die Pentose fungiert dabei als Einfachzucker und unterscheidet sich je nach Nukleinsäuretyp. Die Phosphatgruppe ist als Phosphatrest für die Verbindung der Nukleotide zu langen Ketten (Polynukleotiden) verantwortlich und bildet zusammen mit dem Zucker das sogenannte Zucker-Phosphat-Rückgrat der Nukleinsäuren. Das C3-Atom und das C5-Atom des Zuckers sind entscheidend für die Kettenbildung, da sie die Verknüpfung der Nukleotide ermöglichen. ATP, ein Nukleotid mit drei energiereichen Phosphatgruppen, dient als universeller „Energiespeicher“ der Zelle und liefert die Energie für Stoffwechselprozesse, Muskelbewegungen und Gehirnaktivität.

Vom Baustein zur Energiequelle: So funktionieren Nukleotide, Nukleoside & die DNA-Doppelhelix

Die Struktur der DNA-Doppelhelix entsteht durch die Verbindung vieler Nukleotide zu zwei langen Ketten, die sich spiralförmig umeinander winden. Nukleoside bestehen im Gegensatz zu Nukleotiden nur aus einer Base und einem Zucker, ohne Phosphatrest. Die Nukleinbasen und Nukleobasen (Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin, Uracil) sind für die Basenpaarung und damit für die Speicherung und Übertragung genetischer Information in DNA und RNA verantwortlich.

Speicher der Erbinformation (DNA & RNA)

Nukleotide sind die Bausteine deiner DNA. Wie Mini-Baupläne speichern sie alle genetischen Informationen, die deine Zellen zum Wachsen, Erneuern und Funktionieren brauchen. Bei jeder Zellteilung werden Milliarden Nukleotide zu neuer DNA zusammengesetzt – ohne Nukleotide keine neuen Zellen. Auch die RNA, eine Art Arbeitskopie der DNA, besteht aus Nukleotiden und wird z.B. gebraucht, um Proteine zu bauen.

Kleine Moleküle, große Wirkung: Nukleotide als Schlüssel der Zellgesundheit

Nukleotide spielen eine wichtige Rolle bei der DNA-Reparatur und -Synthese, da ein Mangel an Nukleotids die Reparaturfähigkeit der Zelle beeinträchtigen kann. Die Verbindung zwischen Nukleotiden und Nukleinsäuren ist grundlegend für die Zellfunktion: DNS (Desoxyribonukleinsäure) ist die Trägerin der Erbinformation, während die Ribonukleinsäure (RNS) eine zentrale Rolle bei der Proteinbiosynthese spielt. Nukleotide werden in Nahrungsergänzungsmitteln häufig in Kapseln angeboten, um eine gezielte Versorgung zu ermöglichen.

Immer wenn Zellen sich teilen oder Schäden in ihrer DNA reparieren, sind Nukleotide gefragt. Wachstum, Wundheilung und Zellregeneration hängen direkt davon ab, dass ausreichend Nukleotid-Bausteine verfügbar sind. Besonders Gewebe mit hoher Erneuerungsrate – zum Beispiel die Darmschleimhaut oder Immunzellen – brauchen ständig Nachschub an Nukleotiden. Fehlt dieser, verläuft die Zellregeneration langsamer und Reparaturprozesse stocken¹. Umgekehrt kann eine gute Nukleotid-Versorgung die Wundheilung und Gewebereparatur fördern¹, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen.

Nukleotide: Zellteilung / Reparatur & Signalübertragung

Immer wenn Zellen sich teilen oder Schäden in ihrer DNA reparieren, sind Nukleotide gefragt. Wachstum, Wundheilung und Zellregeneration hängen direkt davon ab, dass ausreichend Nukleotid-Bausteine verfügbar sind. Besonders Gewebe mit hoher Erneuerungsrate – zum Beispiel die Darmschleimhaut oder Immunzellen – brauchen ständig Nachschub an Nukleotiden. Fehlt dieser, verläuft die Zellregeneration langsamer und Reparaturprozesse stocken¹. Umgekehrt weisen Studien darauf hin, dass eine gute Nukleotid-Versorgung die Wundheilung und Gewebereparatur fördern könnte.¹

Nukleotide spielen auch als Signalmoleküle eine Rolle. Einige Botenstoffe, die innerhalb der Zelle Signale weiterleiten (wie cAMP), sind Nukleotid-Abkömmlinge. Zudem dienen bestimmte Nukleotide als Co-Faktoren in Enzymreaktionen und helfen mit, dass die Kommunikation innerhalb und zwischen Zellen reibungslos abläuft.

Multitalent Nukleotid: Warum dein Körper manchmal Unterstützung von außen braucht

Du merkst: Nukleotide sind echte Multitalente – sie speichern Informationen, liefern Energie, unterstützen die Zellgesundheit und steuern wichtige Prozesse. Kein Wunder, dass dein Körper sie ständig recycelt und neu herstellt, um den Bedarf zu decken. Interessanterweise bezeichnen Wissenschaftler Nukleotide sogar als „bedingt essenzielle“ Nährstoffe². Das bedeutet: Obwohl dein Körper Nukleotide grundsätzlich selbst produzieren kann, reicht das unter bestimmten Bedingungen nicht aus². Besonders wenn dir Nährstoffe fehlen oder du unter hoher Belastung stehst, können zusätzlich zugeführte Nukleotide sinnvoll sein, um alle Funktionen am Laufen zu halten.

Zur Einordnung: Adenin und Guanin gehören chemisch zu den Purinen, Cytosin, Thymin und Uracil zu den Pyrimidinen. Für die Wirkung der Nukleotide in deinem Körper ist vor allem wichtig, dass die richtige Menge aller vier (bzw. fünf mit Uracil) Basen verfügbar ist. Nur dann können DNA und RNA fehlerfrei gebildet und genug ATP als Energiezwischenspeicher bereitgestellt werden.

Wann dein Körper mehr Nukleotide braucht

Unter normalen Umständen recycelt dein Körper alte Nukleotide und stellt bei Bedarf neue her. Es gibt aber Situationen, in denen dein Nukleotid-Bedarf deutlich steigt – oft ohne dass du es direkt merkst. Hier sind einige Beispiele, wann Nukleotide für dich besonders wichtig werden und eine zusätzliche Zufuhr sinnvoll sein kann:

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1. Bei veganer oder vegetarischer Ernährung

  • Nukleotide natürlich über die Nahrung aufzunehmen ist gar nicht so einfach. Zwar kommen Nukleotide in allen Lebensmitteln vor, jedoch in sehr unterschiedlichen Mengen. Verschiedene Nahrungsmittel enthalten unterschiedlich hohe Anteile an Nukleotiden, wobei insbesondere Innereien und einige vegane Produkte einen hohen Anteil aufweisen, während Obst, Gemüse und Fisch geringere Mengen enthalten. Der Anteil an Nukleotiden in Nahrungsmitteln variiert stark und ist für die optimale Nährstoffzufuhr von Bedeutung. Pflanzliche Lebensmittel enthalten grundsätzlich deutlich weniger Nukleotide als tierische.
  • Die höchsten Gehalte finden sich in Innereien wie Leber oder Niere – etwas, das heutzutage selten auf dem Teller landet. Wenn du dich vegan ernährst, erhält dein Körper also deutlich weniger Nukleotide direkt aus der Nahrung. Zusätzlich fehlen möglicherweise wichtige Mikronährstoffe (etwa Vitamin B12 oder Folat), die er für die eigene Nukleotid-Synthese braucht. Die Konsequenz: Dein Organismus muss alle Nukleotide aufwändig selbst herstellen. In Phasen hoher Beanspruchung kann das schwierig werden. Die gute Nachricht: Es gibt vegane Nukleotide, die etwa aus Hefe gewonnen werden. Diese kannst du ergänzen, um Lücken zu füllen – sozusagen Nukleotide vegan verfügbar machen, ohne tierische Quellen.

2. Bei geschwächtem Immunsystem

Hast du das Gefühl, jede Erkältung mitzunehmen und dein Immunsystem läuft auf Sparflamme? Dann lohnt ein Blick auf die Zellgrundlagen. Lymphozyten und andere Immunzellen haben eine extrem kurze Lebensdauer und müssen sich ständig neu bilden. Dafür brauchen sie viele Nukleotide – und zwar sofort verfügbar. Rapide teilende Gewebe wie das Immunsystem können ihren Nukleotid-Bedarf oft nicht allein durch Neuproduktion decken, sondern sind darauf angewiesen, dass ausreichend Bausteine über Recycling oder Nahrung vorhanden sind.³ Fehlen diese, bleibt die Immunantwort schwach. Um dein Immunsystem aufzubauen, ist neben Vitaminen und Mineralstoffen daher auch an die Grundlage zu denken: Nukleotide. Eine Ergänzung könnte die Reifung und Aktivität deiner Immunzellen unterstützen¹, das konnte sich in Studien in einer besseren Infektabwehr äußern.³ Natürlich ersetzt das keine gesunde Lebensweise – aber es kann ein Turbo für deine Abwehrkräfte sein, gerade in Phasen hoher Belastung oder wenn du dich z.B. nach einer langen Infektserie wieder stärken möchtest.

3. Mit dem Alter (Healthy Aging)

Je älter wir werden, desto langsamer laufen viele Zellprozesse ab. Die Zellteilungen erfolgen gemächlicher, Reparaturen dauern länger und das Immunsystem schwächt sich ab. Viele Menschen bemerken dies ab Mitte 40: Wunden heilen nicht mehr so schnell, man wird infektanfälliger und fühlt sich weniger energiegeladen. Eine ausreichende Versorgung mit Nukleotiden kann hier unterstützen. Freie Nukleotide könnten dazu beitragen, die nachlassende Zellregeneration zu fördern² und dem Immunsystem unter die Arme zu greifen – quasi als zusätzliche Baustoffe und Energielieferanten für alternde Zellen. Zwar kann die Forschung hier noch mehr liefern, aber erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass ergänzende Nukleotide im Alter positive Effekte auf Darmgesundheit, Immunsystem und allgemeines Wohlbefinden haben können.

4. Bei der Regeneration nach Krankheit oder Verletzungen

Wenn dein Körper gegen Infektionen kämpft oder Verletzungen heilt, laufen Zellteilung und Aufbauprozesse auf Hochtouren. Dein Immunsystem baut massenhaft neue Abwehrzellen auf, und beschädigtes Gewebe muss durch frische Zellen ersetzt werden. Während der Zellteilung entstehen Tochterzellen, deren genetische Stabilität durch ausreichend vorhandene Nukleotide unterstützt wird. In dieser Phase werden besonders viele Nukleotide benötigt – vergleichbar mit dem Materialbedarf auf einer Baustelle, die plötzlich Sonderschichten fährt. Studien an Tieren und Menschen zeigen, dass eine zusätzliche Nukleotid-Gabe nach schweren Verletzungen, Operationen oder bei starkem Immunstress die Erholung beschleunigen kann¹. Die Zellteilung läuft effizienter ab, wenn genügend „Bausteine“ vorhanden sind. Daher werden Nukleotide in der klinischen Ernährung manchmal als Immunmodulatoren eingesetzt¹, um z.B. die Darmheilung nach schweren Durchfällen zu verbessern oder die Infektabwehr zu stärken. Für dich heißt das: Solltest du dich von einer Erkrankung erholen oder z.B. nach intensivem Training mit Überlastungserscheinungen kämpfen, könnten Nukleotide ein interessanter Baustein in deiner Ernährungsstrategie sein, um die Zellneubildung und Regeneration zu fördern.

5. Bei hoher körperlicher und mentaler Belastung

Intensive sportliche Aktivitäten oder chronischer Stress können das Immunsystem schwächen und den Stoffwechsel belasten. In solchen Zeiten laufen Reparatur- und Anpassungsprozesse auf Hochtouren – und der Bedarf an Nukleotiden steigt. Dein Körper stuft Nukleotide dann als quasi semi-essentiell ein²: Externe Quelle werden nötig, weil die eigene Produktion nicht Schritt hält. Studien haben gezeigt, dass eine gezielte Nukleotid-Supplementierung bei Sportlern sowohl die Leistungsfähigkeit als auch bestimmte Immunfunktionen verbessern kann². So wurde in einer Untersuchung an jungen Männern nach zwei Wochen Einnahme von Nukleotiden eine längere Ausdauerzeit bis zur Erschöpfung sowie eine erhöhte Aktivität der Immunzellen gemessen². Wenn du also intensiv trainierst oder starkem mentalen Stress ausgesetzt bist, kann es sinnvoll sein, Nukleotide einzunehmen, um deinen Körper zu unterstützen. Sie können helfen, die Energieversorgung zu optimieren und dein Immunsystem aufzubauen, damit du belastbarer bleibst².

6. Mehr Bedarf bei mehr Belastung: Nukleotide in Zeiten von Stress und Regeneration

Zusammengefasst: Immer dann, wenn dein Körper im „Überholmodus“ läuft – bei Stress, Wachstum, Heilung oder starker Beanspruchung – steigt dein Nukleotid-Bedarf. Die bisherigen Ergebnisse der Forschung zeigen, dass Nukleotide in diesen Situationen positive Effekte auf Regeneration, Immunsystem und Wohlbefinden haben können, wobei weitere Studien notwendig sind. In solchen Momenten kann dein Wohlbefinden profitieren, wenn ausreichend Nukleotide zur Verfügung stehen, sei es durch eine kluge Ernährung oder durch hochwertige Supplemente. Das Wissen über die Wirkung von Nukleotiden basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen.

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Was passiert bei Nukleotid-Mangel?

Gibt es überhaupt einen Nukleotid-Mangel? Schließlich produziert der Körper diese Moleküle ja selbst. Einen klassischen diagnostizierten „Nukleotid-Mangel“ wie einen Vitaminmangel gibt es zwar nicht – dennoch können suboptimale Nukleotid-Spiegel bestimmte Symptome begünstigen. Wenn in den oben genannten Situationen nicht genügend Bausteine vorhanden sind, lassen sich folgende Effekte beobachten:

  • Zellulärer Energiehaushalt: Nukleotide sind Bestandteile energiereicher Moleküle wie ATP, das eine zentrale Rolle im zellulären Energiestoffwechsel spielt. In der biochemischen Forschung wird untersucht, wie sich die Verfügbarkeit nukleotidischer Bausteine auf energetische Prozesse in Zellen auswirkt. In experimentellen Modellen, insbesondere in Tierstudien, wurden unter bestimmten Bedingungen Zusammenhänge zwischen einer veränderten Nukleotidversorgung und Parametern des zellulären Energiehaushalts beschrieben, etwa im Kontext oxidativer Belastungen.
  • Bedeutung für das Immunsystem: Zellen des Immunsystems benötigen für ihre Teilung und Funktion kontinuierlich nukleotidische Bausteine. In experimentellen Studien, insbesondere in Tiermodellen, wurde untersucht, wie sich eine eingeschränkte Zufuhr von Nukleotiden auf immunologische Prozesse auswirkt. Dabei zeigten sich Veränderungen der Immunantwort. Diese Beobachtungen liefern Hinweise darauf, dass die Verfügbarkeit von Nukleotiden eine Rolle in der Regulation immunologischer Zellprozesse spielen kann.⁵
  • Verzögerte Heilung und Zellreparatur: Studien konnten zeigen, dass extra zugeführte Nukleotide die Darmheilung nach Verletzungen deutlich beschleunigen¹ – im Umkehrschluss könnte ein Mangel diese Heilung verlangsamen. Die Verfügbarkeit von Nukleotiden gilt als ein relevanter Faktor für zelluläre Reparatur- und Erneuerungsprozesse, insbesondere in Geweben mit hoher Teilungsaktivität.

Wenn die Bausteine fehlen: Die Folgen eines Nukleotid-Mangels für deine Zellen

Nukleotide sind grundlegende Bausteine zahlreicher zellulärer Prozesse und werden für Funktionen wie Zellteilung, Energieübertragung und die Erneuerung von Geweben benötigt. Wichtig zu wissen ist jedoch: Nukleotide wirken im Team mit anderen Mikronährstoffen. Ein Mangel geht oft Hand in Hand mit Defiziten an z.B. B-Vitaminen (Folat, B12), die für die Nukleotidsynthese gebraucht werden, oder generell mit einer unzureichenden Ernährung. Die oben genannten Punkte sind daher immer ganzheitlich zu betrachten. Dennoch zeigt sich, wie zentral Nukleotide für dein Wohlbefinden sind.

Wann solltest du auf Nukleotide verzichten?

So intensiv Nukleotide in der Forschung hinsichtlich ihrer biologischen Funktionen untersucht werden, so wichtig ist auch eine differenzierte Betrachtung möglicher Einflussfaktoren. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Purinstoffwechsel wird in der wissenschaftlichen Literatur darauf hingewiesen, dass Nukleotide – vor allem purinhaltige Bausteine wie Adenin und Guanin – im menschlichen Organismus zu Harnsäure abgebaut werden.

Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich Studien mit der Frage, wie eine erhöhte Zufuhr purinreicher Substanzen den Harnsäurestoffwechsel beeinflussen kann. In einer klinischen Untersuchung wurde beispielsweise beobachtet, dass eine kurzfristig stark nukleotidreiche Ernährung mit einem Anstieg der Harnsäurewerte im Blut einherging.⁴ Solche Ergebnisse sind insbesondere für Personen relevant, bei denen der Purin- und Harnsäurestoffwechsel bereits medizinisch überwacht wird. Lieber in den Fällen, zielgerichtet und in Rücksprache mit dem Arzt und in angemessener Dosis einnehmen, falls ein echter Bedarf besteht.

Nukleotide gezielt stärken: Was du selbst für deine Zellgesundheit tun kannst

Die gute Nachricht: Du kannst viel dafür tun, um deine Zellen mit genug Nukleotiden zu versorgen. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung – gerne auch mal mit alten Superfoods wie Hülsenfrüchten, Pilzen oder (für Nicht-Veganer) etwas Innereien – liefert die Grundbausteine. Achte darauf, genügend B-Vitamine zu dir zu nehmen, denn sie unterstützen die körpereigene Nukleotid-Synthese. Und in besonderen Lebenslagen – sei es eine Phase intensiven Sports, Stress im Job, Erholung von einer Krankheit oder schlicht das Älterwerden – können Nukleotide als Nahrungsergänzung einen wertvollen Beitrag leisten, um deine Zellgesundheit zu unterstützen und dein Wohlbefinden zu steigern.

Fazit: Kleine Moleküle mit großer Wirkung

Nukleotide stehen vielleicht nicht so im Rampenlicht wie Vitamine oder Mineralstoffe, doch sie bilden die unsichtbare Grundlage vieler Lebensprozesse. Als Mini-Akkus deiner Zellen liefern sie Energie für jede Bewegung und jeden Gedanken. Als DNA-Bausteine sichern sie die ständige Erneuerung deines Körpers – von der Hautzelle bis zur Immunzelle. Nukleotide sind der Grundbaustein des Lebens, da sie als essentielle Bausteine für den Aufbau und die Funktion von Nukleinsäuren wie DNA und RNA dienen. In unserer modernen Welt mit ihren diversen Belastungen kann es leicht passieren, dass diese Grundlage ins Wanken gerät. Dauerstress, unzureichende Ernährung oder erhöhte Anforderungen lassen den Bedarf an Nukleotiden steigen, während die eigene Produktion an Grenzen stößt.

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Dieser Artikel beruht auf sorgfältig recherchierten Quellen:

Quellen & Literaturverzeichnis

  1. Grimble GK, Westwood OM. Nucleotides as immunomodulators in clinical nutrition. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2001;4(1):57-64.
  2. Ostojic SM et al. Sublingual Nucleotides Prolong Run Time to Exhaustion in Young Physically Active Men. Nutrients. 2013;5(11):4776-85.
  3. Gil A. Modulation of the immune response mediated by dietary nucleotides. Eur J Clin Nutr. 2002;56(Suppl 3):S1-S4. Coelho MOC et al. High dietary nucleotide consumption for one week increases circulating uric acid concentrations but does not compromise metabolic health: a RCT. Clin Nutr ESPEN. 2022;49:40-52.
  4. JD Carver. Dietary nucleotides: cellular immune, intestinal and hepatic system effects. J Nutr. 1994; 124(1 Suppl):144S-148S.