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Lipoprotein(a): Der oft übersehene Risikofaktor im Blut

In diesem Artikel erfährst du, was Lipoprotein(a) (Lp(a)) ist, warum dieser Blutwert für deine Herzgesundheit wichtig sein kann und weshalb eine einmalige Messung sinnvoll ist. Außerdem zeigen wir dir, welche Rolle Ernährung, Cholesterinwerte und ein herzgesunder Lebensstil trotz eines erhöhten Lp(a)-Werts spielen können.

Lipoprotein(a): Der Blutwert, den viele nicht kennen – und warum er trotzdem wichtig ist

Wenn von Cholesterin die Rede ist, denken die meisten Menschen an LDL oder HDL. Ein weiterer Blutwert bleibt dagegen häufig unbeachtet: Lipoprotein(a), kurz Lp(a). Dabei rückt dieser Marker zunehmend in den Fokus der Herz-Kreislauf-Forschung, weil er zusätzliche Informationen über das individuelle kardiovaskuläre Risiko liefern kann.¹

Viele Menschen kennen ihre Cholesterinwerte. LDL, HDL oder Triglyzeride gehören mittlerweile fast zum Standard beim Gesundheitscheck. Ein Blutwert bleibt jedoch häufig unbeachtet: Lipoprotein(a), kurz Lp(a). Dabei empfehlen Fachgesellschaften inzwischen, diesen Wert mindestens einmal im Leben bestimmen zu lassen, da er überwiegend genetisch festgelegt ist und durch den Lebensstil nur wenig beeinflusst werden kann.

Um zu verstehen, was Lipoprotein(a) ist, hilft zunächst ein Blick auf die Aufgabe von Lipoproteinen.

Lipoproteine sind wie Paketdienste

Cholesterin und andere Fette sind lebenswichtige Bestandteile unseres Körpers. Sie werden unter anderem für den Aufbau von Zellmembranen, die Bildung von Hormonen und Vitamin D sowie für die Herstellung von Gallensäuren benötigt, die wiederum eine wichtige Rolle bei der Fettverdauung spielen. Da sich Fette jedoch nicht in Wasser lösen, können sie nicht einfach frei durch das Blut transportiert werden.

Diese Aufgabe übernehmen Lipoproteine. Man kann sie sich wie kleine Transportfahrzeuge vorstellen: Sie bringen Cholesterin und Triglyceride sicher durch den Blutkreislauf zu den Zellen, die sie benötigen.

Cholesterin und andere Fette können sich nicht einfach im Blut bewegen. Sie benötigen einen Transport.Man kann sich deshalb Lipoproteine wie Paketdienste vorstellen.

  • 📦 Das Paket ist das Cholesterin.
  • 🚚 Der Lieferwagen ist das Lipoprotein.
  • 🏡 Die Adresse sind die Körperzellen.

Der Lieferwagen sorgt dafür, dass das Cholesterin genau dort ankommt, wo es benötigt wird – beispielsweise für den Aufbau von Zellmembranen.

Gut zu wissen: Cholesterin ist kein „schlechter" Stoff. Dein Körper benötigt es täglich für zahlreiche lebenswichtige Prozesse. Entscheidend ist vielmehr, wie Cholesterin transportiert wird und wie viele Lipoproteinpartikel im Blut zirkulieren.

Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel Cholesterin zu hoch? So stärkst du dein Herz durch die richtige Ernährung"

Übersicht über die Aufgabe der verschiedenen Lipoproteine – unsere „Lieferwagen“ im Körper:

Lipoprotein Aufgabe
Chylomikronen Transportieren Fette aus der Nahrung vom Darm zu den Geweben.
VLDL Bringen vor allem Triglyzeride aus der Leber in den Körper.
LDL Transportiert Cholesterin zu den Körperzellen.
HDL Bringt überschüssiges Cholesterin zurück zur Leber.

Die einzelnen Lipoproteine übernehmen unterschiedliche Aufgaben beim Transport von Fetten und Cholesterin im Körper.

Was macht Lipoprotein(a) besonders?

Auch Lp(a) ist zunächst ein solcher Lieferwagen und ähnelt einem normalen LDL-Partikel, das Cholesterin durch den Körper transportiert. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Lp(a) zusätzlich das Eiweiß Apolipoprotein(a), kurz Apo(a), trägt. Dieses ist über eine Disulfidbrücke mit dem LDL-Partikel verbunden und verändert dessen Eigenschaften. Dadurch unterscheidet sich Lipoprotein(a) sowohl strukturell als auch funktionell von gewöhnlichem LDL.¹

Vereinfacht kannst du dir das so vorstellen:

  • LDL ist ein Lieferwagen, der Cholesterin zu den Körperzellen transportiert.
  • Lp(a) ist derselbe Lieferwagen – allerdings mit einem zusätzlichen Anhänger in Form von Apolipoprotein(a). Dieser Anhänger verändert die Eigenschaften des gesamten Partikels.

Genau deshalb wird Lipoprotein(a) heute nicht einfach als weiteres Cholesterin betrachtet, sondern als eigenständiger Blutwert, der zusätzliche Informationen über das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko liefern kann.¹

Warum ist Lipoprotein(a) wichtig?

Lipoprotein(a) transportiert nicht nur Cholesterin, sondern kann auch oxidierte Phospholipide transportieren. Nach aktuellem Forschungsstand besitzt Lp(a) proatherogene und entzündungsfördernde Eigenschaften. Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass erhöhte Konzentrationen unter anderem zur Bildung von Ablagerungen in den Gefäßwänden und zur Verkalkung der Aortenklappe beitragen können.¹'²

Aus diesem Grund gilt ein erhöhter Lp(a)-Wert heute als eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – unabhängig vom LDL-Cholesterin.¹

Schätzungen zufolge haben etwa 20 bis 25 % der Bevölkerung erhöhte Lp(a)-Werte. Damit gehört Lipoprotein(a) zu den häufigsten genetisch bedingten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.³'⁴

Warum viele Menschen ihren Lp(a)-Wert gar nicht kennen

Lipoprotein(a) ist längst nicht so bekannt wie LDL- oder HDL-Cholesterin. Das liegt unter anderem daran, dass der Wert bei einer routinemäßigen Blutuntersuchung meist nicht automatisch bestimmt wird. Stattdessen werden häufig nur das Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und die Triglyzeride gemessen. Wer seinen Lp(a)-Wert kennen möchte, muss ihn daher in der Regel gezielt bestimmen lassen.¹

Dabei empfehlen die European Society of Cardiology (ESC) und die European Atherosclerosis Society (EAS), den Lp(a)-Wert mindestens einmal im Erwachsenenalter zu bestimmen.¹⁰ So kann ein genetisch erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko frühzeitig erkannt und bei der individuellen Risikobewertung berücksichtigt werden.

Gut zu wissen: Ein normaler LDL-Cholesterinwert bedeutet nicht automatisch, dass auch dein Lp(a)-Wert unauffällig ist. Beide Blutwerte liefern unterschiedliche Informationen.

Warum die Messung nicht immer einfach ist

Dass Lipoprotein(a) bislang vergleichsweise selten bestimmt wird, hat mehrere Gründe. Lange Zeit spielte der Blutwert in der klinischen Praxis eine untergeordnete Rolle. Zudem gehört er nicht zur routinemäßigen Blutfettanalyse und es fehlten lange zugelassene Therapieoptionen, die gezielt auf Lp(a) abzielen.

Hinzu kommt eine weitere Besonderheit: Während Cholesterinwerte wie LDL oder HDL häufig in mmol/l oder mg/dl angegeben werden, wird Lipoprotein(a) üblicherweise entweder als Massenkonzentration (mg/dl) oder als Teilchenkonzentration (nmol/l) gemessen. Diese beiden Einheiten lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen, da Größe und Aufbau des Apolipoproteins(a) von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. Dadurch können Ergebnisse verschiedener Labore nur eingeschränkt miteinander verglichen werden.¹

Praxistipp

Sprich deinen Arzt gezielt auf eine Bestimmung des Lipoprotein(a)-Werts an – insbesondere dann, wenn in deiner Familie Herzinfarkte, Schlaganfälle, eine koronare Herzkrankheit oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits in jungen Jahren aufgetreten sind. Auch bei einer familiären Vorbelastung für erhöhte Cholesterinwerte oder wenn du selbst bereits weitere Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck hast, kann eine einmalige Lp(a)-Bestimmung sinnvoll sein. Wird der Wert später erneut kontrolliert, sollte die Messung möglichst im selben Labor und mit derselben Einheit (mg/dl oder nmol/l) erfolgen, damit die Ergebnisse besser vergleichbar sind.

Wie hoch darf der Lipoprotein(a)-Wert maximal sein & wann gilt ein Lipoprotein(a)-Wert als erhöht?

Anders als bei vielen anderen Laborwerten gibt es bei Lipoprotein(a) keine scharfe Grenze, ab der plötzlich ein Risiko besteht. Vielmehr steigt das Herz-Kreislauf-Risiko kontinuierlich mit zunehmender Lp(a)-Konzentration an. Für die klinische Einordnung gilt ein Wert von über 50 mg/dl beziehungsweise 105 nmol/l als relevanter Risikomodifikator. Bereits Werte zwischen 30 und 50 mg/dl können jedoch – abhängig vom individuellen Risikoprofil – mit einem erhöhten Risiko verbunden sein.¹

Wichtig: Ein einzelner Lp(a)-Wert sollte immer zusammen mit weiteren Faktoren wie LDL-Cholesterin, Blutdruck, Blutzucker, familiärer Vorbelastung und dem allgemeinen Herz-Kreislauf-Risiko beurteilt werden.

Lipoprotein(a) ist genetisch festgelegt – und was das für dich bedeutet

Viele Blutwerte lassen sich durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung oder Gewichtsabnahme positiv beeinflussen. Bei Lipoprotein(a) ist das jedoch nur eingeschränkt möglich.

Nach aktuellem Wissensstand werden etwa 70 bis über 90 % der Lp(a)-Konzentration genetisch bestimmt. Verantwortlich dafür ist vor allem das LPA-Gen, das den Aufbau des Apolipoproteins(a) steuert.³'⁵ Bleiben wir bei unserem Vergleich mit dem Lieferwagen: Die Größe des zusätzlichen Anhängers wird bereits beim Bau des Fahrzeugs festgelegt. Deshalb lassen sich Lp(a)-Werte durch Ernährung, Sport oder Gewichtsabnahme meist nur gering beeinflussen.

Die gute Nachricht: Ein erhöhter Lp(a)-Wert ist kein Zeichen für eine ungesunde Lebensweise. Stattdessen empfehlen die aktuellen Leitlinien, den Blick auf das gesamte Herz-Kreislauf-Risiko zu richten und beeinflussbare Faktoren wie LDL-Cholesterin, Blutdruck, Blutzucker und den Lebensstil gezielt zu optimieren.²

Was kannst du trotz erhöhtem Lipoprotein(a) für deine Herzgesundheit tun?

Ein erhöhter Lipoprotein(a)-Wert lässt sich nach aktuellem Wissensstand meist kaum beeinflussen. Das bedeutet jedoch nicht, dass du deiner Herzgesundheit hilflos ausgeliefert bist.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall entstehen in der Regel nicht durch einen einzelnen Blutwert, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren. Ein erhöhter Lp(a)-Wert kann das Risiko für Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Deshalb empfehlen die aktuellen Leitlinien, insbesondere die beeinflussbaren Faktoren konsequent zu optimieren.²

Dazu gehören unter anderem:

  • Erhöhte Cholesterinwerte reduzieren: Das LDL-Cholesterin möglichst im individuellen Zielbereich halten.
  • Blutdruck regelmäßig kontrollieren
  • Blutzucker im Blick behalten
  • nicht rauchen
  • regelmäßige Bewegung
  • ein gesundes Körpergewicht
  • eine ausgewogene, herzgesunde Ernährung

Beginnen wir mit einem der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren: dem LDL-Cholesterin.

LDL-Cholesterin: Der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor

Wenn Lipoprotein(a) genetisch festgelegt ist, rückt ein anderer Blutwert besonders in den Fokus: das LDL-Cholesterin. Es gehört zu den wichtigsten Cholesterinwerten im Blut und lässt sich – anders als Lp(a) – durch Ernährung, regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls Medikamente beeinflussen.

Zur Erinnerung: Stell dir LDL wieder als Lieferwagen vor, der Cholesterin zu den Körperzellen transportiert. Von diesen Lieferwagen braucht dein Körper eine bestimmte Menge. Sind jedoch dauerhaft zu viele unterwegs, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Cholesterin in den Gefäßwänden ablagert und die Entstehung einer Atherosklerose begünstigt wird.²

Deshalb empfehlen die aktuellen Leitlinien insbesondere Menschen mit erhöhtem Lipoprotein(a), ihr LDL-Cholesterin möglichst im individuellen Zielbereich zu halten.

Blutdruck, Blutzucker, Bewegung, Gewicht

Ein gut eingestellter Blutdruck und stabile Blutzuckerwerte tragen ebenfalls dazu bei, das Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Herzgesund essen – So unterstützt du deine Gefäße

Herzgesunde Fette: Warum Omega-3 besonders interessant ist

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den am besten untersuchten Nährstoffen im Bereich der Herzgesundheit. Nach aktuellem Wissensstand beeinflussen die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) den Lipoprotein(a)-Wert nicht in relevantem Ausmaß.

Dennoch spielen sie eine wichtige Rolle für das Herz-Kreislauf-System. Studien zeigen, dass EPA und DHA unter anderem erhöhte Triglyzeridwerte senken, entzündliche Prozesse beeinflussen und die normale Herzfunktion unterstützen können.⁶'⁹ Darüber hinaus konnte in der REDUCE-IT-Studie bei Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko unter einer hochdosierten EPA-Therapie das Risiko schwerer kardiovaskulärer Ereignisse deutlich gesenkt werden.⁷

Für die Aufrechterhaltung einer normalen Herzfunktion trägt laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bereits eine tägliche Aufnahme von 250 mg EPA und DHA bei.⁸

Mehr über Wirkung, Dosierung und natürliche Quellen erfährst du in unserem Artikel Omega-3-Fettsäuren

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Ballaststoffe: Die natürliche Unterstützung für deine Cholesterinwerte

Ballaststoffe gehören zwar nicht zu den Mikronährstoffen, sollten im Zusammenhang mit der Herzgesundheit aber unbedingt erwähnt werden. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann dazu beitragen, den LDL-Cholesterinspiegel positiv zu beeinflussen und unterstützt gleichzeitig eine gesunde Darmfunktion sowie ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst sowie Nüsse liefern besonders viele Ballaststoffe.

Magnesium: Welche Rolle spielt es für Herz und Kreislauf?

Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei – dazu gehört auch der Herzmuskel. Außerdem unterstützt es einen normalen Energiestoffwechsel sowie die normale Funktion des Nervensystems. Eine ausreichende Magnesiumversorgung ist daher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und kann einen Beitrag zu zahlreichen physiologischen Prozessen leisten.

Ausreichend Eiweiß aufnehmen

Eine bedarfsgerechte Eiweißzufuhr unterstützt den Erhalt der Muskelmasse – insbesondere in Kombination mit regelmäßigem Krafttraining. Eine gute Muskelmasse fördert einen aktiven Stoffwechsel und erleichtert körperliche Aktivität, die wiederum ein wichtiger Bestandteil der Herz-Kreislauf-Prävention ist.

Coenzym Q10: Warum dein Herz besonders viel Energie benötigt

Das Herz gehört zu den Organen mit dem höchsten Energiebedarf. Coenzym Q10 ist Bestandteil der mitochondrialen Atmungskette und übernimmt dort eine wichtige Rolle beim Elektronentransport. Dadurch ist es an der Bildung von ATP beteiligt – der wichtigsten Energiequelle unserer Zellen.

Homocystein: Was B-Vitamine mir der Herzgesundheit zu tun?

Die Vitamine B6, B12 und Folat tragen zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei. Ein erhöhter Homocysteinspiegel wird unabhängig von Lipoprotein(a) als weiterer Marker im Zusammenhang mit der Herz-Kreislauf-Gesundheit betrachtet. Deshalb kann es sinnvoll sein, auch diesen Wert im Gesamtkontext zu beurteilen.

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Antioxidantien aus Obst und Gemüse

Eine pflanzenbetonte Ernährung liefert zahlreiche Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole oder Carotinoide. Diese Stoffe werden intensiv hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Zellgesundheit und den Schutz vor oxidativem Stress untersucht. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Kräutern und Gewürzen trägt dazu bei, den Körper mit diesen natürlichen Pflanzenstoffen zu versorgen.

Mehr als LDL: Warum auch Non-HDL-Cholesterin und ApoB wichtig sind

Das LDL-Cholesterin gehört zu den wichtigsten Blutwerten zur Beurteilung des Herz-Kreislauf-Risikos. In bestimmten Situationen können jedoch auch Non-HDL-Cholesterin und Apolipoprotein B (ApoB) zusätzliche Informationen liefern.²

Das Non-HDL-Cholesterin umfasst das Cholesterin aller ApoB-haltigen Lipoproteine – darunter LDL, VLDL und Lipoprotein(a). Der ApoB-Wert zeigt dagegen, wie viele potenziell gefäßrelevante Lipoproteinpartikel insgesamt im Blut zirkulieren. Beide Werte können die Risikoeinschätzung ergänzen, insbesondere bei erhöhten Triglyzeriden, Diabetes oder anderen Stoffwechselveränderungen.²

Wichtig ist jedoch: Lipoprotein(a) bleibt ein eigenständiger, überwiegend genetisch bestimmter Risikofaktor, der unabhängig von LDL, Non-HDL-Cholesterin und ApoB beurteilt wird.¹ ²

Die wichtigsten Blutwerte im Überblick:

Blutwert Was zeigt er an?
LDL-Cholesterin Zeigt, wie viel Cholesterin über LDL transportiert wird.
Non-HDL-Cholesterin Erfasst die Gesamtmenge aller ApoB-haltigen Cholesterintransporter.
Apolipoprotein B (ApoB) Zeigt, wie viele potenziell gefäßrelevante Lipoprotein-Partikel insgesamt im Blut vorhanden sind.
Lipoprotein(a) Ein überwiegend genetisch bestimmter Risikomarker, der unabhängig von den anderen Blutwerten beurteilt wird.

Jeder dieser Blutwerte liefert unterschiedliche Informationen und ergänzt die Beurteilung des individuellen Herz-Kreislauf-Risikos.

Fazit

Lipoprotein(a) ist ein überwiegend genetisch bestimmter Blutwert und ein eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da sich der Lp(a)-Wert durch den Lebensstil kaum beeinflussen lässt, empfehlen Fachgesellschaften eine einmalige Messung im Erwachsenenalter – insbesondere bei familiärer Vorbelastung.²

Ein erhöhter Lp(a)-Wert bedeutet jedoch nicht, dass du deiner Herzgesundheit hilflos ausgeliefert bist. Durch ein gut eingestelltes LDL-Cholesterin, einen gesunden Lebensstil, regelmäßige Bewegung sowie die Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker lässt sich das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko positiv beeinflussen.²

Wer seinen Lp(a)-Wert kennt, kann sein individuelles Risiko besser einschätzen und gemeinsam mit seinem Arzt die passenden Maßnahmen für eine langfristige Herzgesundheit ergreifen.

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Dieser Artikel beruht auf sorgfältig recherchierten Quellen:

Quellen & Literaturverzeichnis

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    Genetically Determined, Causal, and Prevalent Risk Factor for Atherosclerotic
    Cardiovascular Disease. A Scientific Statement From the American Heart
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    Cardiovascular Disease: A Review. JAMA Cardiology. 2022. Consensus-Link
  5. Marcovina SM. Lipoprotein(a): a genetically determined risk factor for cardiovascular
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